Mehrdimensionale 3D-Bauteilerkennung über ERP- und PDM-Grenzen hinweg
Bei kundenspezifischen 3D-Bauteilen, insbesondere Gusskomponenten, ist die Wiederverwendung vorhandener Konstruktionen schwierig. ERP-Systeme erlauben meist nur textbasierte Suche, sodass Ingenieure Zeichnungen manuell öffnen und geometrisch vergleichen müssen, was zeitaufwendig und fehleranfällig ist.
Für wen ist die Lösung
Industrieunternehmen mit kundenspezifischen 3D-Bauteilen und Variantenfertigung.
Nutzen
Schnellere Bauteilsuche, höhere Wiederverwendung, geringerer Konstruktionsaufwand.
Das AI-Agent-System ermöglicht eine intelligente Archivierung und Suche von 3D-Bauteilen. Durch die Kombination geometrischer und semantischer Merkmale werden ähnliche Komponenten schnell auffindbar, Wiederverwendung gefördert und Konstruktionsprozesse deutlich beschleunigt – ergänzend zu bestehenden ERP- und PDM-Systemen..
Unsere Lösung / Workflow
- Import & Archivierung
3D-Modelle und Zeichnungen werden automatisch aus bestehenden Systemen übernommen und versioniert abgelegt. - Geometrische Analyse
Ein KI-Agent extrahiert räumliche Merkmale wie Volumen, Topologie und Proportionen. - Semantische Analyse
Parallel werden textuelle Beschreibungen, Metadaten und Konstruktionsmerkmale analysiert. - 4D-Merkmalsmodell
Räumliche und sprachliche Informationen werden zu einer mehrdimensionalen Bauteilrepräsentation kombiniert. - Intelligente Suche
Neue Kundenanfragen werden gegen die Merkmalsdatenbank abgeglichen. - Ergebnisvisualisierung
Ähnliche Bauteile werden visuell und kontextuell vergleichbar dargestellt.
Beschreibung zum Vertiefen
Das System adressiert ein zentrales Problem in der industriellen Konstruktion: den fehlenden Zugriff auf bereits vorhandenes Wissen in Form von 3D-Bauteilen. Besonders bei kundenspezifischen Guss- oder Sonderteilen entstehen im Laufe der Zeit umfangreiche Archive, deren Inhalte praktisch nicht mehr auffindbar sind. Klassische ERP- oder PDM-Systeme speichern diese Daten zwar zuverlässig, bieten jedoch kaum Möglichkeiten zur geometrischen Ähnlichkeitssuche.
Der entwickelte AI-Agent verfolgt daher einen grundlegend anderen Ansatz. Anstatt Bauteile ausschließlich als Dateien zu betrachten, werden sie als semantisch und geometrisch beschriebene Objekte verstanden. Die KI analysiert jedes 3D-Modell aus mehreren Perspektiven: räumliche Struktur, Proportionen, funktionale Merkmale sowie sprachliche Beschreibungen aus Zeichnungen und Metadaten.
Diese Informationen werden in einer vierdimensionalen Merkmalsstruktur zusammengeführt, die sowohl geometrische Nähe als auch inhaltliche Ähnlichkeit abbildet. Bei einer neuen Kundenanfrage kann das System daher nicht nur nach exakten Übereinstimmungen suchen, sondern auch ähnliche Bauteile identifizieren, die als Ausgangspunkt für neue Konstruktionen dienen können.
Für Konstrukteure bedeutet dies eine erhebliche Entlastung. Statt hunderte Zeichnungen manuell zu prüfen, erhalten sie eine priorisierte Liste vergleichbarer Komponenten inklusive visueller Überlagerungen und erklärbarer Ähnlichkeitskriterien. Gleichzeitig steigt die Wiederverwendungsquote vorhandener Designs, was Entwicklungszeit, Kosten und Risiken reduziert.
Das System lässt sich ergänzend zu bestehenden ERP- und PDM-Landschaften betreiben, ohne deren Datenstrukturen zu verändern. Es fungiert als intelligenter Such- und Wissenslayer über vorhandenen Archiven und erschließt damit einen bislang ungenutzten Wert industrieller 3D-Daten.
Eingesetzte AI- und IT-Technologien
Multimodale KI (Geometrie + Sprache), Embedding-Modelle für Ähnlichkeitssuche, Vektorbasierte Datenbanken, AI-Agent-Architektur, Schnittstellen zu ERP/PDM-Systemen, Cloud- oder On-Premise-Deployment


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